hat hier einen recht sperrigen Namen: „Institutsneubauten für ein biophysikalisch-chemisches Zentrum der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. in Göttingen-Nikolausberg“
Unten ein Photo des Gebäudes kurz nach der Fertigstellung, es fällt auf, dass der letzte Turm anders ausgeführt wurde.
Der Entwurf stammt vom dem Architekten und Stadtplaner
Friedrich Spengelin, von dem viele bedeutende Gebäude in Norddeutschland stammen.
Heutige Position
Am oberen Ende des Modells kann man die noch frei stehende ehemalige
Gaststätte Rohns auf dem
Hainberg sehen.
Die Straße im Modell ist vermutlich die heutige Konrad-Adenauer-Straße bzw. die Grotefendstraße auf der rechten Seite.
Schnitt durch den Hang
Den stadtplanerischen Anspruch erkennt man auch auf den Schnitt durch den Hang, der neben verschiedenen Bebauungstypen auch Straßen beinhaltet.
Die Neuordnung von Weende Nord ist deutlich weniger umfangreich umgesetzt worden…
Weder die geplante Gesamtschule noch das „Studentenheim“ sind gebaut worden, auch die Hochhäuser an der heutigen Ernst-Fahlbusch-Straße oder am Max-Born-Ring existieren nicht.
Heutige Position
Die heutige Position lässt sich Dank des bis heute bestehenden Sportplatzes gut bestimmen.
Die Straße „Brauweg“ in Weende, die im Modell zu sehen ist, wurde im Zuge der Eingemeindung am 12.02.1965 in „Am Weendespring“ umbenannt1.
In diesem Beitrag soll es gar nicht um die Volksbank gehen, sondern um ein kleines Detail aus dem Übersichtsplan oben.
Der barrierefreie Wall
Dieser Plan zeigt einen Entwurf für einen barrierefreien Wallaufgang bei der Bonifatiusschule II. Warum dieser nie realisiert wurde, ist unklar. Allerdings lassen sich auch heute noch die Ansätze erkennen, z.B. der erste Teil der Rampe.
Dieser Entwurf für die Gartenstraße, in der Nähe des Bismarckhäuschens hätte 8 Stockwerke haben sollen. Wenn man 3 Meter pro Stockwerk annimmt, wäre es mindestens 24 Meter hoch geworden und damit nach den Kirchtürmen das höchste Gebäude der Innenstadt geworden.
Entwurf
Der Entwurf stammt von der Göttinger Architektin
Lucy Hillebrand.
Aus dem Übersichtsplan lässt sich ableiten, welche Gebäude in der Gartenstraße hätten abgerissen werden müssen.
Die Verkehrsplanungen ist nicht mehr ganz so ambitioniert wie in den 60er Jahre. So ist z.B. die Trasse von Geismar nach Rosdorf ist nicht mehr enthalten. Vermutlich, weil in der Zwischenzeit der
Kiessee als Naherholungsgebiet genutzt wurde.
Ansonsten findet sich hier ein genauerer Plan der Ost-Tangente.
Gesamtansicht
Hier ist, sicher auch als Vorbereitung für den Ringschluss, ein Ausbau der Humboldtallee und des Nikolausberger Wegs geplant. Ggf. waren dabei die Dimensionen der Robert-Koch-Straße vorgesehen. Zusätzlich ist der Ausbau des Straßenzuges Stumpfe Eiche (nach der Robert-Koch-Straße) und des Helleweg bis zur Springstraße eingezeichnet. Heutzutage ist das plötzliche Ende der Robert-Koch-Straße ein Relikt dieser nicht umgesetzten Planung.
Geplantes Straßennetz
Ost-Tangente
Die Karte zeigt den groben Verlauf der geplanten Trasse über dem heutigen Häuserbestand.
Die Göttinger Ost-Tangente wurde 1968 genehmigt, diese Genehmigung wurde durch einen Gerichtsbeschluss im Jahr 1975 für nichtig erklärt und wurde mit dem Gesamtverkehrsplan 1982 nicht weiter verfolgt.
Als dieser Entwurf veröffentlicht wurde, war mit dem ersten Bauabschnitt schon schon begonnen worden, der Bezug war für 1980 geplant. Der Termin konnte gehalten werden, der Einzug begann bereits 1976. Die Robert-Koch-Straße hieß im Model noch Universitätsstraße.
Unterschiede
Dieser Entwurf ist schon sehr dicht an der realisierten Fassung, aber deutlich größer:
Das Gebäude ist in östlicher Richtung deutlich länger, auch der heutige Parkplatz „Osteingang 1“ ist komplett überbaut.
Es gibt noch ein weiteres Bettenhaus.
Die Auffahrt im Westen ist anders realisiert worden.
Der Westparkplatz ist als Fächer / Bogen realisiert.
Die drei blauen Türme waren der Anlass für dieses Blog…
… und sind auch die Grundlage für das Icon und die Fehlerseite.
In diesem Modell sind neben dem heute bestehenden blauen Turm noch zwei weitere enthalten. Diese ware als potentielle Erweiterungen projektiert und sogar höher als der tatsächlich gebaute.
Varianten
Ein Turm in Richtung des Kreuzbergrings, 3 Stockwerke höher und ein weiterer Richtung Goßlerstraße, der sogar 6 Stockwerke höher gewesen wäre, als der bestehende.
Übersichtsplan
Für die Erweiterungen wären einige Abrisse am Kreuzbergring notwendig gewesen, der Plan zeigt auch den imposanten Schattenwurf…